Der Gang aufs Grün sollte übers Fitness-Studio führen
Sie müssen ja nicht unbedingt speedgolfen, also einlochen und dann wie von der Tarantel gestochen weiterhetzen. Wenn Sie jedoch auf dem Grün mehr wollen als Ihre Geschäftsbilanz vergolden, dann empfiehlt sich eine gute Kondition allemal. Golfen ist eine Sportart für Rentner – wenn überhaupt – gewesen! Der Golfschwung beansprucht 124 Muskeln. Auf einer 18-Loch-Runde verbrauchen Sie ungefähr 1.700 Kalorien; dafür müsste jemand mit einem ungefähren Gewicht von 75 Kilogramm rund zwei Stunden Fahrradfahren, und zwar mit rund 25 Sachen pro Stunde,also so schnell wie ein Mofa. Das kostet Sie dann auch ungefähr ein Kilo Gewicht. Die Pulsfrequenz kann sogar Spitzenwerte von bis zu 150 Schlägen pro Minute erreichen.
Nur die richtige Fitness verleiht Ihrem Ehrgeiz Flügel
Golfen ist somit weniger ein Ausgleichssport, stattdessen echte körperliche Belastung, und nur Fitness verleiht dem Ehrgeiz Flügel. Basis eines effektiven, schmerzfreien Golfschwungs ist die Drehfähigkeit der Wirbelsäule. Denn bei der Verdrehung der Brustwirbelsäule – zu erkennen am gedrehten Schultergürtel – gegen den Widerstand der angespannten Beine zwischen der oberen und unteren Körperhälfte entsteht eine Spannung, die in eine peitschenartige Entladung, die mittels Schläger dem Ball Schmackes und Richtung gibt.
Der Grad dieser Spannung übersetzt sich im Schwung in Schnellkraft. Schreibtischtäter tun sich in der Beweglichkeit der Wirbelsäule bekanntlich schwer, werden also auch am Golfen möglicherweise wenig Freude verspüren. Spärlich trainierte Menschen, vor allem Golf-Anfänger müssen ihren Weg zur Platzreife also mit Übungen zur Beweglichkeit beginnen und die Festigkeit der Rücken- und Beinmuskulatur pflegen. Ob Ihr Ball über das Grün schießt oder segelt, bestimmt schließlich ausschließlich IhrSchwung, den Sie aus der Mitte Ihres Körpers schöpfen.
Aus Schwung wird Schnellkraft – oder eben nicht
Klassische Ausweichbewegungen bei eingeschränkter Beweglichkeit der Wirbelsäule sind zum Beispiel das Schwungholen durch Verschieben des gesamten Oberkörpers nach vorn, wodurch Sie die Schwungachse kippen und Wirbelsäule sowie Rücken stark belasten; oder das Drehen der Beine ohne Verdrehung von Schulter und Becken. Beides bewirkt, dass Sie die Schwungebene verlassen, zu wenig Spannung aufbauen und mit viel zu geringer Geschwindigkeit nicht nur miserabel treffen – damit wird jeder Ball zum Glücksspiel, und Sie tun sich richtig weh. Grundsätzlich brauchen Sie als Golfer eine solche Fitness, dass Sie nicht aus der Puste kommen. Richtig in Schwung sind Sie nur mit einem stabilen Rücken und ausreichend starker Bein-Muskulatur.
Quelle: Karsten-D. Hinzmann www.shapeup-magazin.de
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